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Aktuelles

Lesen Sie hier aktuelle Informationen zu gesundheitspolitischen Themen der ÄKN und Berichte zu aktuellen Förderprojekten und der Arbeit der Gesellschaft der Freunde der MHH.

 AKTUELLES

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Veranstaltungen

DEFAULT : Kindergesundheit in der hausärztlichen Versorgung
18.05.2007 12:54 ( 1114 x gelesen )

Vortrag Dt. Aerztetag 2007

Referentin: Dr. med. Cornelia Goesmann, Hannover

Vizepräsidentin der Bundesärztekammer


Sehr geehrter Herr Präsident,

sehr geehrte Herren Referenten,

meine Damen und Herren!

Wer wollte oder könnte in Abrede stellen, dass bei der kinderärztlichen

Versorgung neben den pädiatrischen Kollegen auch wir

Allgemeinmediziner oder Praktischen Ärzte unverzichtbar sind? Vor allem

in Flächenstaaten wie etwa meinem Bundesland Niedersachsen versorgen

sie, wie ich im folgendem darstellen werde, einen Großteil unserer Kinder

und das in einer Zeit, in der wir im Stadtbild weitaus mehr Menschen mit

Rollator als mit Kinderwagen sehen!

Darüber hinaus möchte ich Ihnen darlegen, welche Einflussmöglichkeiten

auf die Gesundheit unserer Kinder auf der hausärztlicher Versorgungsebene

bestehen, vor allem hinsichtlich der Bereiche, die wir heute besonders

beleuchten werden: Gewalt, Vernachlässigung und Misshandlung von

Kindern und deren Verhinderung.

Ich werde zur Untermauerung auf Zahlenmaterial aus Niedersachsen

zurückgreifen, weil dieses Bundesland regelmäßig etwa 10 % wesentlicher

bundesweiter Parameter aufweist und daher als repräsentativ für die

Gesamt-BRD angesehen werden kann.

Nach den auf Folie 1 ersichtlichen Abrechnungsstatistiken der

Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen aus den 4 Quartalen 2/05 –

1/06 haben hausärztlich tätige Kinder- und Jugendärzte in den

Altersgruppen von 0 – 5 Jahren noch doppelt so viele Fälle versorgt wie

niedersächsische Allgemeinärzte und Praktische Ärzte. In der Altersgruppe

von 5 – 9 Jahren gleichen sich die Fallzahlen an, während Kinder und

Jugendliche von 10 – 19 Jahren weit überwiegend von Hausärzten, also

Allgemeinärzten und Praktischen Ärzten, betreut wurden.

Annähernd dieselbe Verteilung finden wir bei den so genannten

„Unzeitkontakten“, also den Behandlungen außerhalb der regulären

Sprechzeiten und im ärztlichen Notfalldienst. Hausbesuche dagegen werden

bei Kindern ganz überwiegend von Praktikern und Allgemeinärzten

gefahren. Lediglich geringe Behandlungszahlen von Kindern und

Jugendlichen sehen Sie bei den hausärztlichen Internisten.

Ähnliche Angaben finden sich bei den Früherkennungsma.nahmen U1 –

U9 und J1:

Diese werden von hausärztlichen Internisten selten abgerechnet. Bis zum 5.

Lebensjahr finden sie hauptsächlich in der kinderärztlichen Praxis statt,

während dann die J1 im 12. – 14. Lebensjahr etwa hälftig von

Allgemeinärzten und Pädiatern durchgeführt wird.

Kurz gesagt haben Hausärztinnen und Hausärzte einen nicht unerheblichen

Anteil an der Versorgung von Kindern ab dem 6. Lebensjahr, vor allem aber

bei Jugendlichen ab dem 10. Jahr. Auffällig schien mir bei meinen

Recherchen, dass trotz dieses hohen Versorgungsanteiles von Hausärzten

bei Kindern und Jugendlichen in keiner einzigen Publikation zu Fragen der

Kindergesundheit die Rolle der Hausärzteschaft beschrieben oder gar

Kooperationsmöglichkeiten mit Allgemeinärzten für die verschiedensten

Initiativen, Aktionsbündnisse, Forschungsvorhaben und politische

Programme in Erwägung gezogen wurden.

Offensichtlich leisten Hausärzte ihren umfangreichen Anteil an

pädiatrischer Prävention und Kuration ganz selbstverständlich und im

Stillen, ebenso offensichtlich aber auch in fachlicher wie sozialer Hinsicht

ohne Beanstandungen.

Dass Kinder und Jugendliche gemeinsam mit ihren Eltern in der

hausärztlichen Praxis versorgt werden, erscheint durchaus sinnvoll, ist doch

eine der elementaren Aufgaben des Hausarztes seine familienmedizinische

Funktion.

Ich zitiere Michael Balint, den Initiator der Balintgruppenbewegung:

„Bietet ein Kind in der Praxis Probleme, dann sind diese zu 1/3 alleine im

Kind, zu 1/3 in der Beziehung zwischen Eltern und Kind und zu einem

weiteren Drittel alleine bei den Eltern begründet.“

Als Hausärztinnen und Hausärzte begleiten wir Familien ein Berufs-Leben

lang. Ich bin seit 22 Jahren in einem Vorort von Hannover mit sehr

gemischter Sozialstruktur und inzwischen hohem Migrantenanteil

niedergelassen. Heute betreue ich die Kinder und Enkel, in einzelnen Fällen

die Urenkel meiner ersten Patienten, und bei den ausländischen Patientinnen

und Patienten kenne ich nicht nur die Probleme der Ausgebrannten, nie

Integrierten, noch immer nicht Deutsch sprechenden 1. Generation, die in

den 60-iger und 70-iger Jahren zu uns kamen, sondern auch die der

Folgegeneration der Entwurzelten, denen Heimat und kulturelle Identität

fehlen, die aber ihre Kinder wiederum heute als Deutsche erziehen und

sehen möchten.

Hausärzte betreuen Kinder in ihrem sozialen Umfeld und kennen i.d.R. ihre

Beziehungsgeflechte, die häuslichen Gegebenheiten, die familiären Sorgen

und Konflikte, die Ursprungs- und die Patchworkpartner ihrer Eltern und oft

auch ihre Lehrer und Erzieherinnen, die zumeist allesamt bei ihnen

Patienten sind.

Ich zitiere Altmeyer, Kröger und Hendrischke aus dem Lehrbuch

„Allgemeinmedizin“:

„Die Familienmedizin unterscheidet sich von der klinischen Medizin durch

ihren „setting“-bezogenen Ansatz. Demnach werden die Erkenntnisse des

Hausarztes erst aus der Beleuchtung einer komplexen, mehrere Personen

und deren gemeinsame Lebenswelt betreffenden Konstellation gewonnen.

Die familienmedizinischen Aufgaben des Hausarztes gewinnen an

Bedeutung, z.B. wenn es um das Wohl von Kindern oder hochaltrigen

Menschen oder um die Auswirkungen wirtschaftlicher Einbrüche und

Arbeitslosigkeit auf Nahestehende geht. So verändert sich das

Anforderungsprofil an die Familienmedizin ständig.“

Heutige Aufgaben des Hausarztes erstrecken sich von der Beratung vor

einer geplanten bis auf die Probleme nach einer ungeplanten

Schwangerschaft, über die Bereiche Gesundheitserziehung bis zur

Ernährungsberatung und Suchtprävention. Hierdurch erreichen sie Eltern

und Kinder. Sie halten ihre Patienten zu Impfungen und

Vorsorgeuntersuchungen ihrer Kinder an. Hausärzte leiten Sport- und

Gewichtsreduktionsgruppen. Vor allem haben sie aber auch Einfluss auf die

Väter und damit auf deren Vorbildhaltung bzgl. Alkohol- und

Nikotinkonsum sowie körperlicher Bewegung.

Sowohl die Vorträge des vorletzten Deutschen Ärztetages zum Thema

„Armut und Gesundheit“ als auch die Ergebnisse des Kinder- und Jugend-

Gesundheitssurveys “KIGGS“ haben den eindeutigen Zusammenhang

zwischen Armut und Gesundheit aufgezeigt. Nicht die Versorgung der

Mittelschichtkinder, deren Familien eine enge Hausarztbindung aufweisen

und die ihre Kinder i.d.R. liebevoll, beständig und Grenzen aufzeigend

erziehen, stellt die Ärzteschaft vor Probleme; vielmehr dagegen die

Versorgung von Kindern der Unterschicht und sozialer Randgruppen, die

zumeist weniger Vorsorgeuntersuchungen erhalten, keine feste

Hausarztbindung haben und eher Gewalt, Missbrauch und mangelhafter

Gesundheitsversorgung ausgesetzt sind. Um diese Problemklientel zu

erreichen und einer auf Prävention fußenden, kontinuierlichen

Gesundheitsversorgung zuzuführen, bedarf es folgender struktureller

gesundheitspolitischer Rahmenbedingungen:

- eine enge Kooperation und Kommunikation ärztlicher Fachgruppen

(Allgemeinärzte, Pädiater, öffentlicher Gesundheitsdienst, Kinder- und

Jugendpsychiater, Kliniken und Psychotherapeuten) untereinander;

- obwohl zeitintensiv, sollte die Zusammenarbeit auf Augenhöhe mit

anderen beteiligten Berufsgruppen, etwa Erziehern, Lehrerschaft,

Hebammen und Sozialarbeitern sowie mit Jugendamt und kommunalem

Sozialdienst gepflegt werden. Von mir kontaktierte leitende Mitarbeiter des

Jugendamtes Hannover und der pädagogischen Bereichsleitung im

kommunalen Sozialdienst wünschten sich an erster Stelle, dass Ärztinnen

und Ärzte deutlich häufiger die Hilfe des Jugendamtes annehmen, und es

nicht als Feindbild betrachten sollten. Das Finden einer gemeinsamen

Sprache über die Probleme der gemeinsam betreuten Kinder,

interprofessionelle Fallkonferenzen und Runde Tische sowie eine

kontinuierliche Kooperation waren weitere Wünsche der Fachberater an die

niedersächsische Ärzteschaft.

- Da unterprivilegierte Familien i.d.R. weniger Arztkontakte und

Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch nehmen, macht ein Konzept der

aufsuchenden Gesundheitsfürsorge Sinn. Neben dem ÖGD sind hier

insbesondere Hausärztinnen und Hausärzte gefordert. Gerade in ländlichen

Regionen und solchen Stadtbezirken, in denen zukünftig ärztlicher

Nachwuchsmangel zum Tragen kommen wird und hausärztliche Praxen

nicht wiederbesetzt werden können, findet das gemeinsam von KBV und

Bundesärztekammer entwickelte Konzept zur Einbeziehung der gut

qualifizierten Medizinischen Fachangestellten (vormals Arzthelferin) seine

Berechtigung. Fortbildungsmodule und –inhalte u.a. in den Bereichen

Prävention im Kindes- und Jugendalter und bei Erwachsenen,

Ernährungsberatung, sowie Patientenkoordinierung und –begleitung, sollen

die Medizinische Fachangestellte dafür qualifizieren, an sie delegierbare

Leistungen incl. Beratungsangeboten und Hausbesuchen zur Entlastung der

Praxisinhaber zu übernehmen. Eine solche aufsuchende, primärärztliche

und familienmedizinisch ausgerichtete Patientenbetreuung durch das

gesamte Praxisteam, auch vor allem in sozialen Brennpunkten und

unterversorgten Gebieten, muss zusätzlich von den

Krankenkassenverbänden finanziert werden, erspart aber eine neu

einzuziehende Versorgungsebene von z.B. Familiengesundheitspflegerinnen

oder Gemeindeschwestern. Und sie belässt die ganzheitliche medizinischpsychosoziale

Versorgung in hausärztlicher Hand.

- Die Gesundheitsversorgung unterprivilegierter und gefährdeter Gruppen

sollte weiter ausgebaut werden. Vor allem bei wohnungslosen Menschen

finden sich ein mangelhafter Zugang zur „Regelversorgung“, sowie gehäuft

Suchtproblematik, Aggression und Vernachlässigung. Keinen Anspruch auf

eine geregelte medizinische Versorgung haben die so genannten

Illegalisierten, d.h. Menschen ohne Aufenthaltserlaubnis. Von diesen soll es

alleine im Großraum Hannover etwa 5.000 geben. In der Region Hannover

leben darüber hinaus etwa 2.500 – 3.000 so genannte Obdachlose, darunter

rund 30 % Frauen und vermutlich 50 – 80 Kinder. Das von mir im Jahre

1999 ins Leben gerufene medizinische Versorgungsprojekt für

Wohnungslose, das seither mit Hilfe von 10 sehr engagierten, ehrenamtlich

tätigen Kolleginnen und Kollegen in Form einer Ermächtigungsambulanz

der KVN in Kooperation mit Caritas und Diakonie sehr gut läuft,

verzeichnet inzwischen ca. 1.100 Arzt-/Patientenkontakte pro Jahr. Die

Sprechstunden, bzw. unsere mobile Ambulanz, werden derzeit zunehmend

auch von illegalisierten Familien in Anspruch genommen.

Zur adäquaten Versorgung von Kindern ohne Wohnung und ohne

Aufenthaltsrechte sollten bundesweit ähnliche Sprechstunden

flächendeckend eingeführt werden.

- Die ärztliche Fortbildung der beteiligten Facharztgruppen sollte

insbesondere in den Bereichen „Sucht und Drogen“ sowie „Häusliche

Gewalt gegen Frauen und Kinder“ intensiviert werden.

Im hausärztlichen Bereich kann durch eine frühe und intensive Beratung

von auffälligen oder gefährdeten jungen Mädchen und Frauen einer fetalen

Schädigung ihrer Kinder durch Alkohol und Nikotin vorgebeugt werden.

Gerade Hausärztinnen und Hausärzten kommt in der Sucht- und

Drogenprävention sowie in der Betreuung Betroffener eine große

Bedeutung zu. 21 % der 12 – 19-jährigen Jugendlichen hat mindestens 1x

im Leben Cannabis genommen. 37 % der 15-jährigen Jungen und 25 % der

15-jährigen Mädchen trinken bereits regelmäßig Alkohol. Bei hieraus

resultierenden Problemen werden Jugendliche eher Hilfe bei ihrem Hausarzt

als bei einem Kinder- und Jugendarzt suchen. Die Zusatzbezeichnung „

Suchtmedizinische Grundversorgung“ streben daher häufig Fachärzte für

Allgemeinmedizin an. Etliche davon engagieren sich ebenfalls im Bereich

der Methadonsubstitution. In der Bezirksstelle Hannover betreuen 76

Kolleginnen und Kollegen dieses Substitutionsprogramm, 80 % von ihnen

sind hausärztlich tätig. Wegen der durch die Methadongabe verbesserten

Lebensumstände suchtkranker Frauen werden diese deutlich häufiger

schwanger als während der Phase ihres Heroinkonsums. Die kontinuierliche

Betreuung nicht nur während der Schwangerschaft, sondern vor allem die

Begleitung solcher Risikomütter mit ihren Neugeborenen stellt eine große

Herausforderung für die substituierenden Ärztinnen und Ärzte dar. Wir

behandeln regelmäßig max. 10 Methadonpatienten in unserer Praxis. Dabei

haben wir bisher 2 Mütter mit insgesamt 3 Schwangerschaften so betreuen

können, dass sie heute „clean“ sind und mit ihren Kindern, die sich gut

entwickeln, weiterhin unsere Praxis aufsuchen. Durch die tägliche

Methadonvergabe, d.h. den täglichen Arzt-/Helferin-/Patientenkontakt

können die betreuenden Praxen einen nicht zu unterschätzenden Einfluss

auf die Entwicklung und Versorgung dieser hochgefährdeten Kinder

ausüben.

- Neben anderen Facharztgruppen sollten vor allem Hausärztinnen und

Hausärzte Fortbildungsmaßnahmen zum Komplex „Häusliche Gewalt“

absolvieren, da sie die höchsten Fallzahlen von Kindern im ärztlichen

Notdienst sowie bei Hausbesuchen aufweisen und erfahrungsgemäß

verletzte und missbrauchte Kinder nicht in der regulären Sprechstunde,

sondern dem ärztlichen Notdienst vorgestellt werden. Hausärzte sind i.d.R.

die ersten Ansprechpartner, an die sich Gewaltopfer wenden. Hier nicht

wegzusehen, den vorgebrachten Ausreden nicht zu glauben, sondern die

betroffenen Frauen oder Mütter direkt mit deren Verletzungsmustern zu

konfrontieren und nach erlittener Gewalt sowie den Lebensumständen zu

fragen, habe ich mir zur Regel gemacht. Zu meinem anfänglichen Erstaunen

wird mein Angebot, sich öffnen zu wollen und das Gespräch bzw. Hilfe zu

suchen, fast immer aufgegriffen. Das kostet nicht nur Zeit, sondern auch

eigene Kraft und Ressourcen. Aber nur so werden wir unserem Anspruch,

eine umfassende auch psychosoziale Versorgung und Maßnahmen zur

Gewaltprävention zu leisten, gerecht.

Herr Präsident, meine Damen und Herren!

Nach den Ergebnissen des heute zeitgleich veröffentlichten Kinder- und

Jugendgesundheitssurveys geht es dem allergrößten Teil unserer Kinder und

Jugendlichen gut bis sehr gut! Dennoch bleibt noch viel zu tun, damit auch

die Versorgung des restlichen, bedauernswerten Teiles unseres

Nachwuchses noch passgenauer und problemorientierter organisiert werden

kann. Zusammengefasst bestehen die speziellen Aufgaben der

Hausärzteschaft vor allem darin, ihre Rolle in der Gemeinde für

sozialmedizinische Prävention, aufsuchende Gesundheitsfürsorge, in der

Versorgung von Migranten und unterprivilegierten Familien zu nutzen.

Ganz wichtig ist hierbei die enge Kooperation mit Kinder- und

Jugendärzten, den Kolleginnen und Kollegen des ÖGD, deren Arbeit ich

hier ausdrücklich würdigen und unterstreichen möchte, mit den anderen im

Rahmen der Kindergesundheit arbeitenden Berufsgruppen wie

Sozialarbeiter, Hebammen, Physiotherapeuten, Logopäden. Ausgeweitet

werden sollten hausärztliche Schulungs- und Informationsangebote für

Kindergärten, Sportverein und Schule.

Abschließend möchte ich Ihnen einige wegweisende und beispielhafte

Modellprojekte zur Kindergesundheit unter Mitwirkung niedersächsischer

Ärztinnen und Ärzten vorstellen:

1. „Fit für Pisa“: Hierbei handelt es sich um ein von dem Göttinger

Internisten Dr. Thomas Surmann initiiertes und vom BMBF mit 200.000 €

Preisgeld honoriertes, von der Ärztekammer Niedersachsen unterstütztes

Projekt, bei dem wissenschaftlich begleitet 4 Grundschulklassen 4 Jahre

lang täglich 1 Sportstunde in der Schule erhalten. Die Ergebnisse dieses

Projektes werden Ende 2007 vorgestellt.

2. Im „Präventionsprojekt Pro Kind“ werden erstgebärende Schwangere in

sozialen Problemlagen oder nach Gewalterfahrung von Hebammen und

Sozialpädagogen bis zum 2. Lebensjahr des neugeborenen Kindes betreut.

Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen, der Berufsverband der

Frauenärzte und der der Kinder- und Jugendärzte Niedersachsens

unterstützen und wirken mit.

3. Die „Stiftung eine Chance für Kinder“, initiiert durch den langjährigen

Leiter des Landesgesundheitsamtes, Prof. Windorfer, organisiert eine

Betreuung von schwangeren und jungen Müttern in sozialen Problemlagen

durch Familienhebammen bis zum Ende des 1. Lebensjahres ihres Kindes.

4. Der Leitfaden „Gewalt gegen Kinder“ der Früherkennungs- und

Handlungsmöglichkeiten sowie Kooperationspartner in Niedersachsen

aufzeigt, wurde mit Hilfe der Ärztekammer Nds. und der Techniker

Krankenkasse vollkommen überarbeitet und im Januar 2007 neu aufgelegt.

5. Der Arbeitskreis „Häusliche Gewalt“ bei der Ärztekammer

Niedersachsen, in dem 4 Jahre lang Vertreterinnen des Nds.

Sozialministeriums, der Psychotherapeutenkammer, der Medizinischen

Hochschule Hannover, der Rechtsmedizin und zweier Krankenkassen unter

meiner Leitung kooperierten, hat neben umfangreichen Materialien für

Patientinnen und Patienten ein 4-stündiges Fortbildungsmodul auch für die

Ärzteschaft erstellt. Sowohl die schriftlichen Materialien als die Fortbilder-

Teams können bundesweit angefordert und gebucht bzw. nachgedruckt und

weiterverwandt werden.

Meine sehr geehrten Damen und Herren!

Im Jahre 1895 begann Hugo von Hoffmansthal seine „Ballade des äußeren

Lebens“ mit den Worten

„Und Kinder wachsen auf mit tiefen Augen, die von nichts wissen, wachsen

auf und sterben, und alle Menschen gehen ihre Wege.“

Die von mir vorgestellten engagierten Berufsgruppen und Initiativen

verschließen gerade nicht ihre Augen vor unseren Problemkindern, sondern

zeigen uns Alternativen zum Wohle unserer Kinder und Jugendlichen auf.

Die Gesundheit unserer Kinder bleibt weiterhin eine Herausforderung für

die innerärztliche wie die interprofessionelle Zusammenarbeit! Oder, wie

ein afrikanisches Sprichwort treffend sagt:

„Es braucht ein ganzes Dorf um ein Kind großzuziehen“


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Gesellschaft der Freunde der Medizinischen Hochschule Hannover MHH

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Spendenakquisition und Spendenvergabe

Die Gesellschaft der Freunde der MHH fördert seit rund 50 Jahren Projekte an der Medizinischen Hochschule Hannover in

  • Wissenschaft
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  • Lehre
  • und Patientenversorgung

Dr. Cornelia Goesmann: Informationen zur Gesellschaft der Freunde der MHH Hannover

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Engagement in der Ärztekammer

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Ärztekammer

Als Mitglied in verschiedenen berufspolitischen Gremien von Ärztekammer und Kassenärztlicher Vereinigung nimmt Frau Dr. Goesmann umfangreiche gesundheitspolitische Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten war und publiziert zu zahlreichen Themen:

  • Fortbildung für Hausärzte zu psychiatrischen Erkrankungen
  • Arbeitsbedingungen und Tarifverträge für Medizinische Fachangestellte 
  • Problemen und Einsätzen von Ärzten in Erstaufnahmelagern, Flüchtlingsunterkünften und bei medizinischen  Auslandsprojekten.

Dr. Cornelia Goesmann: Tätigkeiten bei der Ärztekammer

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Dr. Cornelia Goesmann - Vorstandsvorsitzende der Ärztekammer Niedersachen, Geschäftsstelle Hannover

ÄKN - Bezirksstelle Hannover
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Das Restless Legs Syndrom

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RLS - die Erkrankung der rastlosen Beine

Sie verspüren unnatürlichen Bewegungsdrang, Kribbeln in den Beinen, Zuckungen oder quälenden Schmerz, verbunden mit Schlaflosigkeit und zwar genau dann, wenn Sie eigentlich schlafen und zur Ruhe kommen wollen? Die wichtigsten Informationen zu Symptomen, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten lesen Sie hier.

Dr. med Cornelia Goesmann: Informationen zum Restless Leg Syndrome

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Dr. Cornelia Goesmann - Spezialistin für das Restless Leg Syndrom
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Dr. Cornelia Goesmann - Projekt: Medizinische Versorgung sozialer Randgruppen

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