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DEFAULT : Häusliche Gewalt gegen Frauen
01.10.2002 14:55 ( 1123 x gelesen )

Häusliche Gewalt gegen Frauen – ein gravierendes, dennoch ignoriertes soziales,

juristisches und medizinisches Problemfeld

Dr. Cornelia Goesmann

Nieders. Ärzteblatt 2002/10


Während sich im anglo-amerikanischen Raum eine umfangreiche soziale wie auch

medizinische Forschung und Versorgung für Frauen mit Gewalterlebnissen findet, gibt es in

der BRD wenig Vergleichbares. Zwar existiert bundesweit ein gut ausgebautes Netz von

Beratungsstellen, Frauenhäusern und psychotherapeutischen Angeboten für Gewaltopfer,

aber weder im Bereich der medizinischen Aus-, Weiter- und Fortbildung, noch in der

Fachliteratur oder gar in unserem täglichen diagnostischen und therapeutischen Alltag spielt

das Thema "Folgen häuslicher Gewalt gegen Frauen" eine wesentliche Rolle.

Von 30 000 Fragebögen, die an alle niedersächsischen Ärztinnen und Ärzte mit dem nä

6/2001 verschickt wurden, um deren Informationsbedarf zum Thema abzufragen, wurden

lediglich 100 Bögen zurückgesandt. Die große Mehrheit der antwortenden Ärztinnen und

Ärzte gab ausdrücklich Fortbildungsbedarf zum Problem "Häusliche Gewalt" an und äußerte

den Wunsch nach Informationsmaterialien sowohl für behandelnde Institutionen als auch zur

Weitergabe an betroffene Patientinnen.

Der Antrag der niedersächsischen Delegierten beim Deutschen Ärztetag 2002, zum einen

das Thema Gewalt gegen Frauen in die ärztliche Aus- wie Weiterbildung zu implementieren,

als auch bundesweit Informationsmaterial hierzu für diejenigen Kliniken und Praxen zu

erstellen, die Gewaltopfer behandeln, wurde nicht etwa positiv abgestimmt, sondern lediglich

zur Weiterbearbeitung an den Bundesärztekammervorstand überwiesen. Das

Abstimmungsergebnis fußte auf der – immer wieder laut werdenden Meinung – eines

Gegenrede haltenden Kollegen: Gewalt gegen Frauen sei kein spezifisches Thema, dem die

Medizin sich gesondert widmen mü.te, es gäbe ja auch Gewalt gegen Männer und Tiere.

Dem gilt es entgegenzuhalten, daß nach Polizeistatistiken in 90 Prozent Frauen von

häuslicher Gewalt betroffen sind. 15 Prozent befragter Frauen zwischen 20 und 60 Jahren

gaben 1995 in einer Studie des Kriminologischen Institutes Niedersachsen an, mindestens

einmal bisher vergewaltigt oder sexuell genötigt worden zu sein. Nach US-amerikanischen

Schätzungen erleben bis zu 40 Prozent aller Frauen im Laufe ihres Lebens emotionale oder

körperliche Gewalt durch ihre Partner, und in der BRD suchen ca. 40 000 pro Jahr Schutz

vor häuslicher Gewalt in Frauenhäusern.

Gewalt macht krank und Gewalt kostet Geld: Ein Großteil der Gewaltopfer beklagt neben

akuten körperlichen und seelischen Verletzungen bleibende Behinderungen und chronische,

psychische wie psychosomatische Beschwerden. Während es zu den Akut- und Folgekosten

deutscher Gewaltopfer keinerlei Schätzungen, geschweige denn harte Zahlen gibt,

errechnete eine US-amerikanische Studie, daß die Krankenkassenkosten von weiblichen

Gewaltopfern jährlich um 1 775 US-Dollar höher lagen, als die derjenigen Frauen, die keine

Gewalt erlitten hatten.

Weitere Kosten, die durch Reha-Maßnahmen, juristische und soziale Folgen sowie

Arbeitsunfähigkeitszeiten und gegebenenfalls langjährige psychotherapeutische Betreuung

entstehen, lassen sich nur ahnen. Um so wichtiger ist es, betroffenen Frauen frühzeitig und

adäquat zu helfen. Nicht nur, um Kosten zu sparen, sondern um ihr Leiden zu begrenzen

und ihnen Alternativen aufzeigen zu können.

Der Großteil der Gewalt erleidenden Patientinnen öffnet sich uns aus Scham und Angst vor

Unverständnis nicht spontan, wenn denn überhaupt medizinische Hilfe in Anspruch

genommen wird. Ein Großteil der dennoch aufgesuchten Ärztinnen und Ärzte scheint

überfordert, adäquate ärztliche Hilfe, die über die medizinische Notfallversorgung

hinausgeht, anbieten zu können. Laut einer Berliner Untersuchung aus dem Jahr 2000

erkannten niedergelassene Ärztinnen und Ärzte nur in jedem zehnten Fall hinter der

dargebotenen Symptomatik die ursächlich erlittene häusliche Gewalt.

Um die Kompetenz der niedersächsischen Ärztinnen und Ärzte in Diagnostik, Therapie und

Beratung von weiblichen Gewaltopfern zu erhöhen, wurden in einer gemeinsamen

Arbeitsgruppe – zusammengesetzt aus Vertreterinnen der Ärztekammer und der

Psychotherapeutenkammer Niedersachsen, dem Niedersächsischen Ministerium für Frauen,

Arbeit und Soziales, der Medizinischen Hochschule Hannover, der AOK sowie der

Landesvereinigung für Gesundheit Niedersachsen – folgende Materialien erarbeitet:

• Eine Posterpräsentation der Arbeitsgruppe zum Thema "Häusliche Gewalt gegen Frauen",

die beim diesjährigen Deutschen Ärztetag und jetzt im Foyer des Ärztehauses Hannover

anzusehen ist;

• ein Flyer im Scheckkartenformat als Kurzinfo für betroffene Frauen, der konkrete Hinweise

für Notfallsituationen und Notruftelefonnummern enthält und über die Bezirksstellen der

Ärztekammer Niedersachsen an Praxen und Ambulanzen verteilt werden soll;

• einen mehrseitigen Leitfaden für Ärztinnen und Ärzte aller infrage kommenden

Krankenhausambulanzen und Praxen, in dem Hilfestellung zur korrekten Diagnostik,

juristisch verwertbaren Dokumentation und zur Weiterverweisung der Betroffenen an

Fachärztinnen und Fachärzte für Rechtsmedizin, Frauenhäuser und spezialisierte

Beratungsstellen gegeben wird. Auch dieses Papier wird über die Bezirksstellen verteilt

werden.

Die Bundesärztekammer hat bereits in ihrer ersten Arbeitssitzung nach dem Deutschen

Ärztetag 2002 beschlossen, für eine bundesweite Verbreitung unserer Materialien in allen

Landesärztekammern zu sorgen. Dies läßt hoffen, daß hiermit nicht nur die interdisziplinäre

Kooperation von Ärztinnen und Ärzten mit den anderen schon länger am Thema arbeitenden

Berufsgruppen (Polizei, Sozialdienste, Juristinnen und Juristen) gefördert wird, sondern daß

zukünftig auch betroffene Frauen im Rahmen ihrer medizinischen Versorgung auf noch mehr

Verständnis und Kompetenz treffen werden.

Anschrift der Verfasserin:

Dr. med. Cornelia Goesmann

stellvertretende Präsidentin der

Ärztekammer Niedersachsen

Berliner Allee 20

30175 Hannover


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