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Lesen Sie hier aktuelle Informationen zu gesundheitspolitischen Themen der ÄKN und Berichte zu aktuellen Förderprojekten und der Arbeit der Gesellschaft der Freunde der MHH.

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DEFAULT : Gesundheitssituation von Ärztinnen
01.03.2002 15:00 ( 1152 x gelesen )

Aspekte zur Gesundheitssituation von Ärztinnen in der

Allgemeinmedizinischen Weiterbildung in Niedersachsen

B. Steuernagel, C. Niederstadt, G. C. Fischer, C. Goesmann, T. J. Doering

Nieders. Ärzteblatt 2002/03


Frauen sind häufig durch ihre Doppelbelastung durch berufliche und familiäre Aufgaben

großen Leistungsanforderungen ausgesetzt und geraten in deren Folge immer wieder in

Überlastungskrisen mit gesundheitlichen Folgen. Beruf und Familie stellen für Frauen nicht

nur zwei Lebensbereiche, sondern vor allem zwei Arbeitsbereiche dar, die extrem

unterschiedlich und weitgehend komplementär organisiert und strukturiert sind und damit

teils widersprüchliche Anforderungen an die Frauen stellen. Eine immer noch bestehende

weitgehend geschlechtsspezifische Arbeitsteilung weist trotz zunehmender Erwerbstätigkeit

der Frauen die Haus- und Familienarbeit vornehmlich den Frauen zu. Die als Doppel- bzw.

als Mehrfachbelastung bezeichnete Beanspruchung berufstätiger Frauen mit Familie gilt als

belegt.

Gleichzeitig kann angenommen werden, daß im Bereich der Haus- und Familienarbeit als

auch in der Kombination und Koordination der verschiedenen Lebensbereiche

gesundheitliche Ressourcen liegen, die sich unter bestimmten Bedingungen positiv auf die

Frauen und ihre persönliche Weiterentwicklung auswirken können. Unter günstigen

Bedingungen kann die Koordinierung verschiedener Lebensbereiche Möglichkeiten zur

weitergehenden Identitätsbildung und Sinngebung sowie zu ausgleichender Kompensation

pathogenetischer Faktoren dienen (Fokken, Lind 1994). Hinsichtlich der gesundheitlichen

Ressourcen, die in der Koordination verschiedener Lebensbereiche begründet sind, liegen

nur wenig Forschungsergebnisse vor (Kleffe et al. 1992 und Heussler et al. 1995, Resch

1998). Frauen, die Beruf und Familie vereinbaren – und damit die Möglichkeit haben, in zwei

Lebensbereichen handeln zu können – bezeichnen dies als besonderen Vorzug und zwar

unabhängig vom sozioökonomischen Status und der Art des ausgeübten Berufes.

Wir stellten die Frage, ob bei in allgemeinmedizinischer Weiterbildung befindlichen Ärzten

und Ärztinnen geschlechtsspezifische Unterschiede der subjektiv empfundenen

Leistungsfähigkeit in Abhängigkeit von Doppelbelastungen auftreten. 60 Ärzte und Ärztinnen,

die sich in der Weiterbildung zum/zur Facharzt/ Fachärztin für Allgemeinmedizin befinden,

wurden 2001 mit einem standardisierten Fragebogen zur gesundheitlichen und sozialen

Situation befragt. Der Fragebogen erhob neben Geschlecht und Alter, Anzahl der Kinder und

Wohnsituation (alleine lebend, mit Kindern lebend, mit Lebenspartner lebend, mit

Lebenspartner und Kindern lebend), die subjektiv empfundene Leistungsfähigkeit bzw. einen

eventuell empfundenen Erschöpfungszustand. Außerdem wurde nach regelmäßiger

Medikamenteneinnahme, nach Zigaretten- und Alkoholkonsum gefragt. Es wurde erfragt, ob

die jetzige Weiterbildung im Fach Allgemeinmedizin eigentlicher Berufswunsch war oder

lediglich sekundär gewählt wurde. Falls Kinder vorhanden waren, wurde nach der

hauptsächlichen Zuständigkeit für die Kinderbetreuung gefragt.

Ergebnisse

Von den 60 befragten Ärzten und Ärztinnen konnten 58 Fragebögen (38 Ärztinnen, 20 Ärzte)

ausgewertet werden.

50 Prozent der Ärzte und Ärztinnen gaben an, mit Kind/Kindern und

Lebenspartnern/Ehegatten zusammenzuwohnen, 29,3 Prozent lebten mit dem

Lebenspartner/Ehepartner ohne Kind, 12,1 Prozent lebten alleine, 6,9 Prozent lebten mit

Kind/Kindern ohne Lebenspartner.

Von den Ärztinnen mit Kindern gaben 46 Prozent an, fast alleine für die Kinderbetreuung und

Erziehung verantwortlich zu sein, während 50 Prozent der Ärztinnen sich diese Aufgaben zu

etwa gleichen Teilen mit ihren Partnern teilen.

80 Prozent der Ärzte schätzten sich selbst als gesund ein, zusätzlich 10 Prozent, die sich

trotz chronischer Erkrankungen voll leistungsfähig fühlten. Nur jeweils 5 Prozent fühlten sich

eingeschränkt körperlich leistungsfähig bzw. erschöpft und häufig akut krank.

Demgegenüber fühlten sich nur 60 Prozent der Ärztinnen gesund und leistungsfähig, 16

Prozent eingeschränkt körperlich leistungsfähig und 21 Prozent der Ärztinnen fühlten sich

erschöpft und waren häufig akut krank.

Von den 60 Prozent sich gesund und leistungsfähig fühlenden Ärztinnen hatten 18 Prozent

keine Kinder, 42 Prozent hatten Kinder, d.h. der überwiegende Teil der Ärztinnen hatte

Kinder. Von den sich eingeschränkt leistungsfähig oder erschöpft fühlenden 37 Prozent der

Ärztinnen (21 Prozent plus 16 Prozent) hatten 21 Prozent Kinder, 16 Prozent keine Kinder.

Ärztinnen mit Kindern und ohne Kinder waren hier also zu etwa gleichen Teilen vertreten.

50 Prozent der Ärztinnen gaben an, aufgrund ihres Geschlechtes öfter schon berufliche

Benachteiligungen erfahren zu haben.

Diskussion

Ärztinnen in der allgemeinmedizinischen Weiterbildung geben signifikant häufiger an,

eingeschränkt körperlich leistungsfähig oder erschöpft und häufig akut erkrankt zu sein, als

ihre männlichen Kollegen

(37 Prozent gegenüber 10 Prozent). Bei dem Anteil der Ärztinnen mit Kindern von 63

Prozent macht sich hier die vielfach belegte Doppel- und Mehrfachbelastung erwerbstätiger

Frauen mit Familie geltend. Gleichzeitig kommt in diesem Verhältnis auch die höhere

Krankheitsrate von Frauen gegenüber Männern in diesem Alter zu tragen. Von den sich

gesund und leistungsfähig fühlenden Ärztinnen (insgesamt 60 Prozent der Ärztinnen) lebt

der überwiegende Teil, nämlich 70 Prozent dieser Gruppe, mit Kindern zusammen, 30

Prozent haben keine Kinder. Bei den sich erschöpft fühlenden und häufig erkrankten

Ärztinnen ist eine entsprechende Relation nicht zu finden, hier findet sich kein deutlicher

Unterschied im Anteil der Ärztinnen ohne Kinder (43 Prozent) und Ärztinnen mit Kindern (57

Prozent). Das Ergebnis läßt vermuten, daß die empfundene Leistungseinschränkung und

Erschöpfung nicht mit dem Umstand erklärt werden kann, daß gleichzeitig Kinder erzogen

werden. Das Ergebnis kann vielmehr die Hypothese stützen, daß bei günstigen

Lebensumständen (Mitbeteiligung des Partners an der Kinderversorgung) die Kombination

und Koordination verschiedener Lebensbereiche wie berufliche Tätigkeit und Familienarbeit

gesundheitliche Ressourcen freilegt, die sich positiv auf die Gesundheit von Frauen

auswirken (siehe auch Untersuchungen von Fokken, Lind 1992).

Zusammenfassung

Das Erleben einer Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit und Erschöpfung tritt

signifikant häufiger bei Ärztinnen in der allgemeinmedizinischen Weiterbildung als bei Ärzten

auf. Empfundene Leistungseinschränkungen und Erschöpfung können nicht mit dem

Umstand erklärt werden, daß gleichzeitig Kinder erzogen werden, vielmehr kann daraus die

Hypothese abgeleitet werden, daß unter günstigen Bedingungen Ärztinnen mit Kindern aus

anderen Lebensbereichen eine Stärkung ihrer Gesundheit und Leistungsfähigkeit durch

Mobilisierung von gesundheitlichen Reserven erfahren. Die Ergebnisse müssen an einem

größeren Kollektiv überprüft werden.

Zur Erleichterung der beruflichen Anforderung wurde anläßlich der Erhebung von einigen

Weiterbildungsteilnehmerinnnen ein vermehrtes Angebot von Halbtagsstellen für Ärztinnen,

Räumlichkeiten zur Kinderbetreuung während der Kurszeiten, Möglichkeiten zum Stillen,

erweitertes Angebot von Themen zur Gewalt gegen Frauen oder Kindern und eine

Möglichkeit zur Nachholung von Fehlzeiten der Kurstage mit Hilfe von Web-Learning

gefordert.

(Die Angaben in Klammern beziehen sich auf das Literaturverzeichnis.)

Literaturverzeichnis bei den Verfassern

Anschrift für die Verfasser:

Priv.-Doz. Dr. med. Thorsten Doering

Abteilung Allgemeinmedizin

Medizinische Hochschule Hannover

Carl-Neuberg-Str. 1

30625 Hannover

Dr. med. Cornelia Goesmann

Fachärztin für Allgemeinmedizin

Stellvertretende Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen


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