*
Logo
blockHeaderEditIcon
Kontakt
blockHeaderEditIcon
Fixed-Block-00
blockHeaderEditIcon

Dr. med. Cornelia Goesmann

Slider
blockHeaderEditIcon
Slider-Untertitel
blockHeaderEditIcon
Responsive-Smartphone
blockHeaderEditIcon

Dr. med Cornelia Goesmann

Hauptmenu
blockHeaderEditIcon
Vcard-Priv
blockHeaderEditIcon
Dr. Cornelia Goesmann - RLS Beratung und RLS - Hotline per E-Mail
Vcard-MHH
blockHeaderEditIcon
Vistitenkarte Dr. Cornelia Goesmann MHH Medizinische Hochschule Hannover
Vcard-AEKN
blockHeaderEditIcon
Visitenkarte Dr. Cornelia Goesmann, ÄKN Niedersachsen
center_C-Text
blockHeaderEditIcon

Aktuelles

Lesen Sie hier aktuelle Informationen zu gesundheitspolitischen Themen der ÄKN und Berichte zu aktuellen Förderprojekten und der Arbeit der Gesellschaft der Freunde der MHH.

 AKTUELLES

Center-C-Kalender
blockHeaderEditIcon

Veranstaltungen

DEFAULT : Würdige Versorgung psychisch Kranker
01.08.2001 15:12 ( 1061 x gelesen )

"Für eine würdige Versorgung psychisch Kranker"

Neun-Punkte-Plädoyer der Ärztekammer Niedersachsen

Dr. Cornelia Goesmann

Nieders. Ärzteblatt 2001/08


"Der Wert einer Gesellschaft zeigt sich gerade darin, wie sie mit ihren Schwachen und

Kranken umgeht."

So lautet ein altes chinesisches Sprichwort.

Zu diesen Schwachen und Kranken gehören in unserer Gesellschaft ganz ohne Zweifel die

psychisch Kranken, die sich wohl am wenigsten in Schablonen pressen und kategorisieren

lassen. Da keine bedeutsame Lobby ihre Interessen vertritt, müssen Experten, das heißt

Ärzteschaft und alle anderen, die in die Versorgung psychiatrisch Kranker einbezogen sind,

sich als unentbehrliche Teile eines Netzwerkes zu ihren Sachwaltern machen. Folgende

neun Punkte werden daher von der ÄKN als unsere Maximen und unabdingbare

Voraussetzungen für eine würdige Versorgung der psychiatrisch Erkrankten unserer

Gesellschaft propagiert:

1. Gesellschaft und Politik muß endlich klarwerden, daß psychische Krankheiten in

Prophylaxe, Diagnose, Therapie und bei pflegerischen Maßnahmen physischen Krankheiten

gleichzusetzen sind! Sie sind nicht weniger quälend, wenngleich nicht durch Laborwerte,

oder mit unserer heutigen Medizintechnik quantifizierbar.

2. Rechtzeitige ärztliche und pflegerische Behandlung bzw. Intervention hilft, eine weitere

Verschlechterung psychischer Krankheitsbilder zu vermeiden. Ein gut funktionierendes

multiprofessionelles Netzwerk aller Beteiligten ist das beste Frühwarnsystem.

3. Ärztliche und pflegerische Therapieziele der Sozialpsychiatrie sind maximale, soziale

Reintegration sowie die bestmögliche Förderung vorhandener Begabungen und die Stärkung

positiver Ressourcen der Patienten. Hierbei gilt: so wenig stationäre, so viel ambulante

Therapie wie möglich. Das heißt, in der psychiatrischen Versorgung müssen die

Betreuenden individuell und flexibel handeln. Sie dürfen keinesfalls nur institutionell denken.

Gefordert ist weniger technische Medizin zugunsten von mehr persönlicher Zuwendung.

Gerade in der psychiatrischen Versorgung ist die integrative Behandlung, verstanden als

gemeinsame inhaltliche Arbeit für die Betroffenen, zu fordern. Institutionelle Kooperationen

sind zu schaffen:

Dazu zählen die Etablierung von psychiatrischen Schwerpunktpraxen im

sozialpsychiatrischen Verbund und bezahlte, regelmäßige sozialpsychiatrische Konferenzen

mit dem ambulanten psychiatrischen Pflegedienst, Ergo- und Physiotherapeuten, den

betreuenden Angehörigen sowie den langjährigen Haus- und Fachärzten.

4. Die Vereinbarung zur sozialpsychiatrischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen ist

auf den Erwachsenenbereich und auf alle Kassenarten auszudehnen. Die Implementierung

der flächendeckenden, ambulanten psychiatrischen Pflege, wie sie sich bereits in

Modellversuchen abzeichnet, ist als Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen

zwingend notwendig. Nur so sind eine adäquate gemeinsame ärztliche und pflegerische

Versorgung Kranker und ein Case-Management der Patienten möglich.

5. Sozialpsychiatrische Schwerpunktpraxen müssen dem Sektorprinzip folgend mit hohen

Fallpauschalen arbeiten können.

6. Indikatoren für Therapieerfolge der psychiatrischen Versorgung sind die Abnahme des

Medikamentenverbrauchs und eine Reduktion der Dauer der stationären Behandlung.

Studien belegen den Nutzen ambulanter psychiatrischer Krankenpflege. Sie zeigen positive

Effekte dieser beiden genannten Therapieerfolge, sobald eine solche Betreuung möglich

wird. Psychiatrische Krankenpflege ist, entgegen herkömmlicher Kranken- und

Behandlungspflege, nicht nach Minuten oder Punkten abzurechnen. Die individuell

aufzubringende Zuwendung muß adäquat in Stunden abzurechnen sein.

7. Die dafür erforderlichen finanziellen Ressourcen müssen bei nachweisbarer Ein-sparung

stationärer Behandlungszeiten, durch Reduktion von Krankenhauseinweisungen und

Liegezeiten, aus dem Budget für die stationäre Versorgung in die Honorierung ambulanter

Leistungen fließen. Hier muß das Geld der Leistung folgen. Zusätzliche Mittel für das

Gesundheitswesen sind erforderlich, wenn die Politik die ambulante psychiatrische Pflege

will.

Absolut notwendig ist die bessere ideelle und finanzielle Förderung der stark belasteten

Angehörigen psychisch Kranker! Koordinierung der Laienpflege mit der der Pflegedienste ist

sinnvoll und notwendig. Über eine Honorierung der Ein- und Unterweisungsleistungen der

Angehörigen ist nachzudenken.

8. Im Rahmen der Arzneimittel- und Heilmittelversorgung lautet die Forderung:

Herausnahme aller Psychopharmaka und Parkinsonmittel aus den

Richtgrößenvereinbarungen.

Zu fordern ist darüber hinaus die uneingeschränkte Verordnungsmöglichkeit für die

psychiatrische Ergotherapie. Lediglich zwei Folgeverordnungen, wie gesetzlich geplant, sind

völlig unzulänglich. Notwendig ist darüber hinaus die uneingeschränkte Möglichkeit zur

Verordnung psychiatrischer ambulanter Pflege ohne zeitliche Begrenzung.

9. Die Vorstellungen zur ambulanten psychiatrischen Krankenpflege auf der Basis der

bisherigen Modellversuche sind zunächst niedersachsenweit, später bundesweit als

Regelleistungen der gesetzlichen Krankenkassen auszudehnen. Die Ärztekammer

Niedersachsen wird hierzu ihren Einfluß überall dort geltend machen, wo dies sinnvoll und

möglich ist: gegenüber der Politik, gegenüber der KBV und den ärztlichen Vertreterinnen und

Vertretern im Bundesausschuß Ärzte/Krankenkassen. Die Ärztekammer Niedersachsen wird

diese Vorstellungen in die ärztliche Weiter- und Fortbildung tragen, so daß vor allem für

Hausärztinnen und Hausärzte sowie für Nervenärztinnen und Nervenärzte eine enge

Kooperation mit anderen Beteiligten, insbesondere den Pflegediensten, im Interesse der

psychiatrisch Erkrankten noch selbstverständlicher wird. Darüber hinaus wird sich die

Ärztekammer Niedersachsen gerade im psychiatrischen und gerontopsychiatrischen sowie

im geriatrischen Bereich für die Etablierung von integrativen Versorgungsstrukturen

einsetzen.


Zurück Druckoptimierte Version Diesen Artikel weiterempfehlen... Druckoptimierte Version
MHH-Titel
blockHeaderEditIcon
 

Gesellschaft der Freunde der Medizinischen Hochschule Hannover MHH

MHH-Text
blockHeaderEditIcon

Spendenakquisition und Spendenvergabe

Die Gesellschaft der Freunde der MHH fördert seit rund 50 Jahren Projekte an der Medizinischen Hochschule Hannover in

  • Wissenschaft
  • Forschung
  • Lehre
  • und Patientenversorgung

Dr. Cornelia Goesmann: Informationen zur Gesellschaft der Freunde der MHH Hannover

MHH-Bild
blockHeaderEditIcon
Dr. Cornelia Goesmann - Gesellschaft der Freunde der Medizinischen Hochschule Hannover
AEKN-Titel
blockHeaderEditIcon

Engagement in der Ärztekammer

AEKN-Text
blockHeaderEditIcon

Ärztekammer

Als Mitglied in verschiedenen berufspolitischen Gremien von Ärztekammer und Kassenärztlicher Vereinigung nimmt Frau Dr. Goesmann umfangreiche gesundheitspolitische Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten war und publiziert zu zahlreichen Themen:

  • Fortbildung für Hausärzte zu psychiatrischen Erkrankungen
  • Arbeitsbedingungen und Tarifverträge für Medizinische Fachangestellte 
  • Problemen und Einsätzen von Ärzten in Erstaufnahmelagern, Flüchtlingsunterkünften und bei medizinischen  Auslandsprojekten.

Dr. Cornelia Goesmann: Tätigkeiten bei der Ärztekammer

AEKN-Bild
blockHeaderEditIcon

Dr. Cornelia Goesmann - Vorstandsvorsitzende der Ärztekammer Niedersachen, Geschäftsstelle Hannover

ÄKN - Bezirksstelle Hannover
aktuelles Rundschreiben
RLS-Titel
blockHeaderEditIcon

Das Restless Legs Syndrom

RLS-Text
blockHeaderEditIcon

RLS - die Erkrankung der rastlosen Beine

Sie verspüren unnatürlichen Bewegungsdrang, Kribbeln in den Beinen, Zuckungen oder quälenden Schmerz, verbunden mit Schlaflosigkeit und zwar genau dann, wenn Sie eigentlich schlafen und zur Ruhe kommen wollen? Die wichtigsten Informationen zu Symptomen, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten lesen Sie hier.

Dr. med Cornelia Goesmann: Informationen zum Restless Leg Syndrome

RLS-Bild
blockHeaderEditIcon
Dr. Cornelia Goesmann - Spezialistin für das Restless Leg Syndrom
Artikel-Titel
blockHeaderEditIcon

Info - Board

RLS-Hotline
blockHeaderEditIcon
Dr. Cornelia Goesmann - Hotline und Beratung RLS per E-Mail
Hier finden RLS Betroffene Hilfe


Notfallberatung Frau Dr. Goesmann
per E-Mail oder Kontaktformular

Artikel-02
blockHeaderEditIcon
Notfalltelefon für RLS Betroffene bei der RLS-Vereinigung
Erste Hilfe für RLS-Betroffene
 

Notfallrufnummer der RLS-Vereinigung
0049_-_89_550_288_82
 

Artikel-03
blockHeaderEditIcon
Dr. Cornelia Goesmann - Projekt: Medizinische Versorgung sozialer Randgruppen

Ein besonderes Projekt befaßt sich mit der Medizinischen Versorgung sozialer Randgruppen wie Wohnungslose, illegalisierte Personen oder Flüchtlinge
 

Artikel-04
blockHeaderEditIcon
Freunde der MHH - Mitglied werden

Auf der medizinischen Forschung ruhen die Hoffnungen vieler Patienten. Durch eine Mitgliedschaft im Verein der Freunde der MHH können Sie Forschung aktiv unterstützen.

Footer-Menu
blockHeaderEditIcon

Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail