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Lesen Sie hier aktuelle Informationen zu gesundheitspolitischen Themen der ÄKN und Berichte zu aktuellen Förderprojekten und der Arbeit der Gesellschaft der Freunde der MHH.

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Veranstaltungen

DEFAULT : Wiedereingliederung psychisch Kranker
05.09.2012 16:00 ( 1340 x gelesen )

Psychisch krank - Herausforderungen an die Betriebliche Wiedereingliederung aus der Sicht der Hausärztin

Hausärztinnen und Hausärzte spielen eine wesentliche Rolle in

der Aufdeckung, Diagnostik, Therapie und Rehabilitation von

Patientinnen und Patienten mit psychischen Erkrankungen.

Auf Grund einer oft jahrelangen und vertrauensvollen

Patienten-Arzt-Beziehung sowie seiner professionellen Übung

spürt oder diagnostiziert der behandelnde Hausarzt in vielen

Fällen als Erster bei seinem Patienten eine psychische

Auffälligkeit, wird in der Regel diesen ansprechen und einer

Behandlung zuführen. Dass dies inzwischen hausärztlicher

Alltag ist, liegt an der nicht nur in der täglichen Praxis

"gefühlten" deutlichen Zunahme an psychischen Störungen, die

etwa 50% der Behandlungsanlässe und Arztbesuche

ausmachen. Meine persönliche Erfahrung zeigt, dass jetzt in

den Sommermonaten und vor der im Winter zu erwartenden

Grippe- und Unfallwelle die tgl. Behandlungsanlässe zu 80%

aus psychisch über lager ten Störungen bestehen.

Auch das verfügbare Zahlenmaterial belegt, dass psychische

und psychosomatische Erkrankungen immer häufiger

diagnostiziert werden und zu Arbeitsunfähigkeit führen.

Laut Untersuchungen der europäischen Agentur für Sicherheit

und Gesundheitsschutz fällt jede beschäftigte Person jährlich

mind. 4 Tage auf Grund von arbeitsbedingtem Stress aus, in der

EU leiden 28 % aller Erwerbstätigen hierunter. In deutschen

Großstädten erkranken jährlich 34% der Bevölkerung an

psychischen Krankheiten, in ländlichen Regionen nur 26%.

Nach jüngsten Berechnungen entstehen dadurch deutschen

Unternehmen Produktionsausfälle von 26 Mrd. Euro pro Jahr.

Beim MDK Nord (Med. Dienst der Krankenkassen

Norddeutschland) beträgt der Anteil der sog. F-Diagnosen bei

der Begutachtung einer Arbeitsunfähigkeit (psychiatrische

Krankheiten in der Klassifikation nach ICD-10) mittlerweile mehr

als 50%. Es dominieren bei der Begutachtung derzeit leichtere

psychische Erkrankungen, die dennoch zu längeren AU-Zeiten

führen.

Eine deutliche Zunahme spürt auch der Hausarzt beim sog.

Burnout, das als Ausgebranntsein vieler Arbeitnehmer oft in

eine echte Depression mündet. Hieran sollen inzw. dauerhaft

(also länger als 6 Wochen im Jahr) 5% aller Arbeitnehmer

erkrankt sein.

Besonders oft sind Menschen in sozialen, pflegenden oder

erzieherischen Berufen betroffen, aber auch Bauarbeiter und

Führungskr.fte in erheblichem Maße.

Selbst bei Patienten, die sich in einer orthopädischen oder

kardiologischen Rehabilitation wg. vermeintlich rein körperlicher

Erkrankungen befinden, werden in bis zu 43% auch

psychische Belastungen und Störungen gefunden. Hier sei nur

auf die sehr hohe Komorbidität von Herzinfarkt und Depression

hingewiesen.

Insgesamt muss aber gesagt werden, dass es in Deutschland

keine echte Zunahme psychischer Störungen gibt, sie werden

heute nur eher in die Sprechstd. getragen und besser

diagnostiziert, weshalb ihr relativer Anteil an den Behandlungs-,

Reha-, AU- und EU-Fällen ansteigt.

In der hausärztlichen Praxis hat sich tatsächlich in den letzten

2 5 J a h r e n e i n d e u t l i c h e r Wa n d e l v o l l z o g e n :

Zum Einen kommen immer mehr Patienten mit dem Wunsch

zu ihrem Hausarzt, wg. einer Depression, wg. Ausgebranntsein

und Erschöpfung, wg. einer Angststörung oder einer anderen

affektiven oder Anpassungsstörung krank geschrieben und

behandelt zu werden. Bis vor wenigen Jahren noch stellte ein

solcher Wunsch ein Tabu dar.

Die Betroffenen suchten vielmehr wg. körperlicher Symptome,

die in der Allgemeinmedizin auch als "Eintrittskarte in die

Praxis" bezeichnet werden, die Sprechstunde auf. Heute

scheuen sich die meisten Patienten nicht, eine psychische

Symptomatik und ggf. sogar schon eine in ihren Augen

bestehende Diagnose vorzubringen ("Frau Doktor, ich habe

eine Dpression").

Zum Anderen steigt die Zahl der behandlungsbedürftigen

psychisch Kranken auf Grund einer schwerwiegenden

Ve r ä n d e r u n g h e u t i g e r Ar b e i t s b e d i n g u n g e n u n d

Arbeitsrhythmus, so dass immer mehr Arbeitnehmer dem Druck

nicht mehr gewachsen sind und als Folge erkranken.

Schizophrene, Angstpatienten oder wenig belastbare Pat. mit

Persönlichkeitsstörungen finden keine leidensgerechten

Arbeitsplätze oder tolerante Arbeitgeber und werden auf

unserem heutigen Arbeitsmarkt zunächst AU, später EU und

dann berentet und somit aus dem normalen Arbeits- und

Menschleben ausgegliedert. Eine schwere Depression oder

Angststörung beobachtet derHausarzt in der Regel aber erst

dann, wenn zu unbefriedigenden Arbeitsbedingungen

(Rationalisierungsmaßnahmen der Betriebe mit größerer

Arbeitsmenge, hohem Zeitdruck, steigendem Tempo,

zunehmender Verantwortung des Einzelnen) noch private

Probleme wie Ehekrise, Scheidung, Todesfall oder Schulden

hinzu kommen. Während bei Frauen alleinerziehend sein und

niedriger Bildungsstand das höchste Depressionsrisiko

beinhalten, sind es bei Männern Scheidung, drohende

Arbeitslosigkeit und mangelnde Anerkennung im Beruf.

Da der Hausarzt in der Regel die sozialen Verhältnisse seiner

Patientinnen und Patienten gut kennt, kann und muss er hier

schnell eingreifen, um eine Chronifizierung zu verhindern.

Sinnvoll ist sofort bei Beginn von Erkrankung und

Krankschreibung ein konsequentes und langfristiges

Fallmanagement durch den Hausarzt in Kooperation mit einem

niedergelassenen Psychiater. Schritte der weiteren Therapie

müssen hierbei eine korrekte Diagnostik, eine optimale

Psychopharmakotherapie, eine möglichst kurzfristig eingeleitete

psychotherapeutische Behandlung und ggf. eine berufliche oder

psychotherapeutisch ausgerichtete Rehabilitationsmaßnahme

mit dem Ziel einer schnellen Rückkehr an den Arbeitsplatz sein.

Bleibt der Hausarzt der Koordinator der weiteren Therapie des

Patienten, so muss er eine enge Zusammenarbeit mit anderen

Beteiligten (MDK, Betriebsarzt, Psychiater oder psychiatr.

Klinik, Arzt des Reha-Trägers) pflegen.

Der Hausarzt wird frühzeitig einen Behandlungsplan mit seinem

Patienten erarbeiten, besprechen und leiten, der eine

Psychopharmakotherapie, die Mitbehandlung bei einem

Nervenarzt, das Suchen eines Psychotherapieplatzes und ggf.

die Einleitung einer ambulanten, stationären oder beruflichen

Rehabilitationsmaßnahme oder einer Eltern-Kind-Kur, und

schließlich ggf. eine stufenweise Wiedereingliederung in die

Arbeit oder die Umsetzung auf einen andren Arbeitsplatz

beinhalten kann und wird.

Oft ergeben sich allerdings innerhalb dieses idealen

Behandlungs- und Rehabilitationsverlaufes erhebliche

Probleme, zeitliche Verzögerungen und Hemmnisse, die eine

lange Dauer der AU-Zeiten bedingen. So lehnt ein Teil der

Patienten zunächst oder kategorisch eine Pharmakotherapie

ab.

Die Wartezeiten für einen Termin bei einem niedergelassenen

Psychiater betragen in der Regel 8-12 Wochen auch in

schweren Fällen, die Einleitung einer ambulanten

P s y c h o t h e r a p i e d a u e r t s c h o n b i s z u m

Erstgespräch in ländlichen Kreisen ca. 4 Monate, in der

Großstadt 2-3 Monate. Werden vom Hausarzt eine stationäre

Reha-Maßnahme oder eine Mutter-Kind-Kur beantragt, so

muss mit einer Ablehnungsquote von bis zu 35% und

Wartezeiten bis zum Antritt von rund 6 Monaten gerechnet

werden.

Der Großteil der Betroffenen lehnt in dieser Situation eine

Wiederaufnahme der Arbeit vor Beginn der Reha-Maßnahme

ab.

Weitere Hindernisse in dieser Wiedereingliederungskette sind

hoher bürokratischer Aufwand für Arzt und Patient,

unterschiedlichste Antragsmodalitäten und Formblätter,

geforderte Zusatzqualifikationen für Hausärzte, um überhaupt

Reha-Anträge für die GKV stellen zu dürfen, und eine schlechte

Honorierung, falls der Hausarzt engagiert alle diese

Schritte für seinen Patienten unternimmt und noch telefonisch

oder schriftlich eine Koordination der andren Beteiligten

(Betriebsrat und Betriebsarzt, MDK, Psychotherapeut, Klinik

etc.) herbei führt.

Anzumerken ist, dass von allen Aktivitäten des Hausarztes

neben dem Regelleistungsvolumen des Kassenhonorares

lediglich das Ausfüllen der Reha-Anträge von GKV bzw. DRV

honoriert werden.

In einem Grossteil der Fälle von psychisch kranken

Berufstät igen bleibt der Hausarzt der jenige, der

K r a n k s c h r e i b u n g , M e d i k a t i o n , F ü h r u n g d e s

Pat ienten, psychosomat ische Gespräche und die

Gesamtkoordination der Patientenanliegen inclusive

Kr i s e n i n t e r v e n t i o n , Wi e d e r e i n g l i e d e r u n g s - u n d

Arbeitsplatzberatung sowie darüber hinaus die Betreuung der

betroffenen Familie übernimmt. Oberste Ziele dabei sind

Wiederherstellung von Lebensfreude, Wiedereingliederung in

s o z i a l e Z u s a m m e n h ä n g e , V e r m e i d u n g v o n

Langzeitarbeitsunfähigkeit oder Berentung.

Angesichts dieser umfangreichen Aufgaben des Hausarztes

wären wünschenswert: Fortbildungen in der Allgemeinmedizin

zu Fragen der rehabilitativen Medizin; regelmäßige, auch

honorierte Kontakte zw. Hausärzten und Ärzten in MDK und

Rehabilitationseinrichtung;

Vermittlungsstellen für ambulante Psychotherapie und

Notfallplätze in Psychotherapeutischen Kliniken sowie neue

Honor ierungsmögl i chkei ten für di e hausär z t l i che

Ge s p r ä c h s t h e r a p i e u n d s e i n e Re h a - B e r a t u n g .

Dr. Cornelia Goesmann

Fachärztin für Allgemeinmedizin/Psychotherapie

Kirchröderstrasse 107

30625 Hannover

September 2012


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Gesellschaft der Freunde der Medizinischen Hochschule Hannover MHH

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Die Gesellschaft der Freunde der MHH fördert seit rund 50 Jahren Projekte an der Medizinischen Hochschule Hannover in

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Ärztekammer

Als Mitglied in verschiedenen berufspolitischen Gremien von Ärztekammer und Kassenärztlicher Vereinigung nimmt Frau Dr. Goesmann umfangreiche gesundheitspolitische Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten war und publiziert zu zahlreichen Themen:

  • Fortbildung für Hausärzte zu psychiatrischen Erkrankungen
  • Arbeitsbedingungen und Tarifverträge für Medizinische Fachangestellte 
  • Problemen und Einsätzen von Ärzten in Erstaufnahmelagern, Flüchtlingsunterkünften und bei medizinischen  Auslandsprojekten.

Dr. Cornelia Goesmann: Tätigkeiten bei der Ärztekammer

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Dr. Cornelia Goesmann - Vorstandsvorsitzende der Ärztekammer Niedersachen, Geschäftsstelle Hannover

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Das Restless Legs Syndrom

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RLS - die Erkrankung der rastlosen Beine

Sie verspüren unnatürlichen Bewegungsdrang, Kribbeln in den Beinen, Zuckungen oder quälenden Schmerz, verbunden mit Schlaflosigkeit und zwar genau dann, wenn Sie eigentlich schlafen und zur Ruhe kommen wollen? Die wichtigsten Informationen zu Symptomen, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten lesen Sie hier.

Dr. med Cornelia Goesmann: Informationen zum Restless Leg Syndrome

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Dr. Cornelia Goesmann - Projekt: Medizinische Versorgung sozialer Randgruppen

Ein besonderes Projekt befaßt sich mit der Medizinischen Versorgung sozialer Randgruppen wie Wohnungslose, illegalisierte Personen oder Flüchtlinge
 

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