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DEFAULT : Alternde Hörgeschädigte beim Hausarzt
28.09.2012 16:12 ( 1156 x gelesen )

Die hausärztliche Versorgung von alternden hörgeschädigten Patienten

Dr. med. Cornelia Goesmann, Hannover, 28.09.2012, MHH


Meine sehr geehrten Damen und Herren,

dieser Kongress soll beleuchten, ob heute und in den kommenden Jahren mit der

Verschiebung der Alterspyramide in Deutschland eine Versorgung mit moderner

Technik sowohl für junge als auch für alte hörgeschädigte Patientinnen und Patienten

noch möglich und finanzierbar sein wird.

Wir alle wissen, dass sich die Alterspyramide in Deutschland verschoben hat und das

heute geborene Kinder zu einem Großteil eine Lebenserwartung von über 100

Jahren haben werden. Klar ist auch, dass schon in wenigen Jahren in vielen

Regionen Deutschlands eine gleiche Anzahl von berufstätigen Menschen zwischen

dem 20. und dem 65. Lebensjahr eine ebenso große Zahl an Mitmenschen/Senioren,

die älter als 65 und damit im Rentenalter sind, versorgen müssen. Die Zahl der über

65-jährigen wird von heute 16 Mio. auf 22 Mio. bis 2035 ansteigen. Wir werden in

den nächsten Jahren eine immer größer werdende Zahl von alten und älteren

Menschen mit vielen chronischen Krankheiten in ihrer Multimorbidität und evtl. sogar

mit einer demenziellen Erkrankung angemessen behandeln müssen.

Ganz sicher wird es dann noch mehr als schon in der heutigen Zeit darum gehen, die

vorhandenen Ressourcen in der Gesundheitsversorgung gerecht und angemessen

unter allen Patientengruppen zu verteilen. Es ist daher sinnvoll und notwendig, diese

Debatte, die etwas mit Rationierung und Priorisierung im Gesundheitswesen zu tun

hat, schon heute zu führen, wo wir doch just diskutieren, wie die Krankenkassen

ihren Überschuss von über 20 Mrd. Euro am sinnvollsten einsetzen könnten.

Schon heute ist es Aufgabe der Primärversorgung, also der deutschen

Hausärztinnen und Hausärzte, hier steuernd und beratend einzugreifen. Hausärzte

als die größte Behandler- und Verordnergruppe sind schon heute gehalten, rationale

Arzneitherapien und ressourcenschonende Behandlungen durchzuführen und ihre

Patienten dahingehend zu beraten, dass in den allermeisten Fällen nicht eine

maximale - sondern eine optimale Therapie, die nicht immer teuer sein muss,

gesucht werden sollte.

In der hausärztlichen Praxis werden natürlich auch hörgeschädigte alte Patientinnen

und Patienten betreut. Leider muss man sagen, dass es in den allermeisten Fällen

zwar eine HNO-ärztliche Behandlung der gemeinsamen Patienten auf Überweisung

durch den Hausarzt gibt, eine Kommunikation zwischen unseren beiden

Fachgruppen über einen hörgeschädigten Patienten aber nur selten stattfindet.

Selbstverständlich findet in der Hausarztpraxis, wenn sich ein Patient mit einer

akuten oder auch länger dauernden Hörstörung vorstellt, eine Erstdiagnostik statt:

Anamneseerhebung, Untersuchung von Rachen, Gehörgang und äußerem Ohr,

sowie die Stimmgabeltests werden auch dem Hausarzt schnell offenbaren, ob es

sich um einen Infekt, eine Obstruktion des Gehörganges, einen Mittelohrprozess

oder eine Innenohrschwerhörigkeit handelt. Bei einem infektiösen Geschehen mit

Tubenkatarr und dadurch bedingter Behinderung des Hörens werden Hausärzte

genauso wie bei einer Verstopfung des äußeren Gehörganges mit Fremdkörpern

behandeln und Abhilfe schaffen können. Gewinnt der Hausarzt jedoch den Eindruck,

dass es sich bei seinem Patienten oder seiner Patientin um eine

Altersschwerhörigkeit handeln könnte, wird er in der Regel eine Weiterversorgung

beim Hals-Nasen-Ohren-Facharzt und ggf. beim Hörgeräteakustiker vorschlagen.

Die Versorgung mit Hörgeräten oder auch einem Cochlearimplantat bei kritischen

und geistig regen alten Menschen kann nur als große Errungenschaft der Medizin

und als segensreich, um weiterhin am sozialen Leben teilnehmen zu können,

bezeichnet werden. Als Hausärztin drängt sich mir aber immer wieder der Verdacht

auf, dass bei einer Hörgeräteversorgung und ggf. beim Cochlearimplantat für alte

Menschen zu wenig kritisch geprüft wird, ob der betroffene Patient auch wirklich mit

dieser Versorgung adäquat umgehen kann, um sie vernünftig zu nutzen.

Wir alle kennen das Klischee vom laut piependen Hörgerät, dass dem

Hörgeräteinhaber nichts hilft und allen Umgebenden eine Kommunikation unmöglich

macht!

Viele alte Menschen sind allein mit der Handhabung von Batteriewechsel und

Einführen der entsprechenden Teile in den Gehörgang heillos überfordert. Schlechtes

Augenlicht und zitternde Hände verhindern immer wieder, dass die Hörgeräte

funktionieren und richtig eingesetzt werden. Patientinnen und Patienten mit einer

demenziellen Entwicklung sind darüber hinaus völlig mit der Handhabung der

Hörgeräte überfordert, und man muss dazu sagen, dass dies auch immer wieder auf

die Betreuerinnen und Betreuer in den Altenheimen zutrifft, die zudem überhaupt

keine Zeit haben ihren Bewohnern beim Batteriewechsel oder beim Einsetzen der

Geräte zu helfen. Wenn im Altenheim nach einem verloren gegangenen Hörgerät

gesucht wird, finden sich in den Schubladen der Stationszimmer in der Regel

Dutzende von herrenlosen Hörgeräten, die aufgefunden wurden, nicht zugeordnet

werden konnten und wahrscheinlich letztlich für viel Geld beim betroffenen Patienten

ersetzt werden mussten.

In unserer Praxis bin ich bisher ein einziges Mal mit der Implantation eines

Cochlearimplantates bei einem über 90-jährigen demenziell erkrankten Patienten

konfrontiert worden. Nach Angaben der Ehefrau haben sich durch diese intensive

Versorgung weder die Kommunikationsfähigkeit des Patienten noch seine

Stimmungslage, weil er nun besser hören können müsste, verändern lassen. Als jetzt

auch noch eine Operation der zweiten Seite geplant wurde, bin ich als Hausärztin

erneut nicht einbezogen worden, habe aber der Ehefrau mein Unverständnis darüber

ausgedrückt.

Wenn zukünftig in Anbetracht knapper werdender Ressourcen Gelder im

Gesundheitswesen sinnvoll und zweckdienlich auch in der Hörgeräteversorgung

ausgegeben werden sollen, so würde ich dringlich für Folgendes votieren:

1. Sollte der Kontakt zwischen Hals-Nasen-Ohrenfachärzten und Hausärzten

intensiviert werden, um anhand von Fallbesprechungen zu entscheiden, ob

ein Patient sinnvoller Weise von einer Hörgeräteversorgung oder einem

Cochlearimplantat profitieren wird.

2. Sollte bei Patientinnen und Patienten, bei denen eine komplexere

Hörgeräteversorgung oder ein Cochlearimplantat indiziert erscheinen, eine

demenzielle Entwicklung ausgeschlossen werden.

3. Sollte bei alten Menschen, bei denen ein Cochlearimplantat aus

medizinischen und sozialen Gründen sinnvoll erscheint, unbedingt abgeklärt

werden, ob die soziale Lage die notwendigen Folgemaßnahmen zum Üben

des neuen Gehörs auch möglich machen. In vielen Fällen könnten Angehörige

oder Pflegepersonal völlig überfordert sein, den betroffenen Patientinnen und

Patienten zu den Anschlussterminen zu verhelfen.

Abschließend läst sich sagen, dass unser alter Slogan „länger leben kostet eben“,

mit dem wir Hausärzte vor rund 15 Jahren in die Debatte um Kostensteigerungen im

Gesundheitswesen gegangen sind, heute einer viel intensiveren Diskussion um die

gerechte und sinnvolle Verteilung der vorhandenen Mittel im Gesundheitswesen

weichen muss. Wir alle, die wir bald selber zu der Generation der alten Menschen

gehören werden, die adäquat versorgt werden wollen, müssen uns schon heute hier

intensiv einbringen und immer wieder abwägen zwischen den Polen auch

profitgesteuerter Überversorgung und andererseits Sparmaßnahmen auf Kosten

derer, die sich nicht mehr wehren können.

Zu dieser Debatte trägt der heutige Kongress daher bei, und ich danke allen

Beteiligten für ihr Engagement in der Sache der alten Menschen.


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